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Atomenergie in Europa > Irland

Fluss Erne in Ballyshannon (Irland)

In Irland gab es ab Ende der 1960er Jahre Pläne zur Nutzung der Atomenergie. 1974 waren vier Druckwasserreaktoren geplant. 1977, als die Pläne konkreter wurden, regte sich Widerstand in der Bevölkerung. Es entstanden Bürgerinitiativen und 48 Anti-Atomkraft-Gruppen im ganzen Land; mit "Flugblättern, Infobriefen, Protestmärschen und Mahnwachen" wurde protestiert.[1]

Nach Informationen der World Nuclear Association (WNA) plante die Regierung den Bau eines Druckwasserreaktors mit 650 MW Leistung bei Carnsore Point,[2] gab ihre Pläne aber 1981 auf, so dass Irland atomkraftfrei geblieben ist.[1] 2011 schloss sich Irland einer Initiative europäischer Staaten an, die einen Atomausstieg in Europa forderten.[3]

Die Ankündigung eines neuen AKW in Großbritannien ließ Ende 2013 in Irland die Diskussion über die Nutzung der Atomkraft wieder aufflammen. Während Befürworter diese als Möglichkeit sahen, die EU-Klimaziele zu erfüllen, verwiesen Gegner auf die hohen Kosten und die technische Komplexität.[4]

Am 13. Mai 2014 brachte der irische Energieminister Pat Rabbitte in einem "Green Paper" die Option auf den Tisch, ein kleines Atomkraftwerk zu errichten, um ein Kohlekraftwerk zu ersetzen, das 2025 stillgelegt werden soll. Rabbitte plante aber nach eigenen Angaben keine Revision des gesetzlichen Verbots der Atomkraft.[5]

Irland ist seit 1970 Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO).[6]

(Letzte Änderung: 01.06.2022)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Gaelnet irish news: Vor 30 Jahren – Irland sagt "Bye bye Nuke" vom 31. März 2011 (via WayBack)
  2. WNA: Emerging Nuclear Energy Countries/Ireland abgerufen am 31. Mai 2022
  3. Spiegel Online: Fukushima und die Folgen: Fünf EU-Länder fordern europaweiten Atomausstieg vom 21. März 2011
  4. The Irish Times: Is nuclear an option for Ireland to consider? vom 29. November 2013 (via WayBack)
  5. independant.ie: Nuclear energy back on table as Pat Rabbitte eyes "future fuel mix" vom 13. Mai 2014
  6. IAEO: Member States abgerufen am 31. Mai 2022
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