AtomkraftwerkePlag Wiki
Advertisement

Unvollendete Anlagen > Langendorf (Niedersachsen)

Langendorf (Niedersachsen)

Auf einer Elbwiese bei Langendorf in Niederachsen sollte in den frühen 1970er Jahren im Auftrag von PreußenElektra ein AKW errichtet werden, welches aber aufgegeben wurde.[1][2] Es war Bestandteil des Planes des ehemaligen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht, im Landkreis Lüchow-Dannenberg ein Nuklearzentrum zu gründen, das aus einem AKW, einem Zwischenlager, einem zentralen Endlager und einer Wiederaufbereitungsanlage bestehen sollte.[3]

Siehe dazu auch → Nukleares Entsorgungszentrum (NEZ)

Als möglicher Standort für das Atomkraftwerk war der Naturpark Elbufer-Drawehn bei Langendorf im Rahmen des niedersächsischen energiewirtschaftlichen Konzepts bis 1985 vorgeschlagen worden. Am 19. Dezember 1973 veröffentlichte eine Bürgerinitiative eine schockierende Zeitungsanzeige mit dem Text: ""Atomkraftwerk Langendorf ? das heißt Radioaktivität, verseuchtes Wasser, verseuchte Luft, verödeter Boden, vergiftete Menschen, verkrüppelte Kinder, ANGST."" In der Gemeinde brach ein Proteststurm aus. Auf Druck der Bürgerinitiative verschob der Langendorfer Gemeinderat eine Entscheidung zu diesem Projekt.[4]

(Letzte Änderung: 27.03.2022)

Einzelnachweise

  1. Süddeutsche.de: Großmutter des Widerstands vom 29. September 2010
  2. DER SPIEGEL 6/1974: Stadtflucht der Dichter vom 3. Februar 1974
  3. Marktspiegel: Staatsakt für Dr. Ernst Albrecht am Montag in Hannover vom 16. Dezember 2014
  4. Hamburger Abendblatt: Wirbel um ein noch nicht geplantes Kernkraftwerk - Allein das Wort "Atom" löste den Protest aus vom 11. Januar 1974
Advertisement