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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Libyen

Forschungsreaktoren in Tajoura

Tripolis (Libyen)

Libyen besitzt kein kommerzielles Atomkraft, aber einen Forschungsreaktor mit 10 MW Leistung am Atomforschungszentrum Tajoura, der 1979 gebaut, 1981 in Betrieb genommen und 2006 von hoch- auf niedrig angereichertes Uran umgestellt wurde. Der Reaktor mit der Bezeichnung IRT-1 wurde zur Grundlagenforschung und Produktion von Radioisotopen eingesetzt,[1] ist laut IAEO jedoch außer Betrieb. Daneben betreibt Libyen einen Forschungsreaktor mit der Bezeichnung TNRC Critical Facility bei Tajoura, der eine Leistung von 0,1000 KW besitzt.[2]

Einstiegspläne seit den 1970er Jahren

In den 1970er und 1980er Jahren plante Libyen nicht nur den Erwerb von Atomwaffen, sondern auch von ein bis zwei Atomkraftwerken in Kooperation mit der Sowjetunion.[3] Laut IAEO sollten zwei Reaktoren mit 440 MW errichtet werden, die Planungen dazu wurden aber aufgegeben.[4] 1986 wurden Pläne zum Bau von neun 440-MW-Reaktoren auf unbestimmte Zeit verschoben.[5]

Siehe auch → NTI: Libya Profile: Chronology (via WayBack)

Nach Informationen der World Nuclear Association (WNA) schloss Libyen in den Jahren 2006 bis 2008 Abkommen mit Frankreich und Russland über nukleare Zusammenarbeit ab. 2007 gab es Konsultationen mit AREVA TA zur möglichen Entwicklung eines mittelgroßen Reaktors zur Meeresentsalzung.[6]

(Letzte Änderung: 24.12.2015)

Einzelnachweise

  1. iaea.org: Research Reactors in Africa vom November 2011
  2. IAEO: Research Reactors/Countries: Libya abgerufen am 4. April 2014
  3. NTI: Libya/Nuclear abgerufen am 24. Dezember 2015
  4. IAEO: Nuclear Power Reactor Details - LIBYA-1 und Nuclear Power Reactor Details - LIBYA-1 abgerufen am 24. Dezember 2015 (via WayBack)
  5. GlobalSecurity.org: Libyan Nuclear Weapons abgerufen am 24. Dezember 2015
  6. WNA: Emerging Nuclear Energy Countries abgerufen am 2. März 2014
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