AtomkraftwerkePlag Wiki
Advertisement

Unvollendete Anlagen > Neupotz (Rheinland-Pfalz)

2 Druckwasserreaktoren • Leistung: 2 x 1.368 MW • Hersteller: Brown, Boveri & Cie (BBC) •
Planungsbeginn: 1970 • Projektende: 1983


Bei der Gemeinde Neupotz nahe Karlsruhe und Wörth in Rheinland-Pfalz[1] sollte ein Atomkraftwerk entstehen, welches jedoch aufgegeben wurde.

In einem Protokoll des Deutschen Bundestags vom 6. Mai 1970 findet sich folgender Hinweis: "Außerdem wird im Laufe der 70er Jahre im pfälzischen Raum ebenfalls der Bau eines Kraftwerks, voraussichtlich eines Kernkraftwerks, notwendig. Für dieses Kraftwerk ist ein Standort linksrheinisch zwischen Wörth und Speyer vorgesehen."[2]

Das geplante Atomkraftwerk wird unter dem Namen "Wörth" auch im Landesarchiv Baden-Württemberg aufgeführt.[3]

Laut IAEO sollten die Einheiten Neupotz-A und -B mit zwei Druckwasserreaktoren mit einer Bruttoleistung von je 1.368 MW ausgerüstet werden, als Eigentümer wurde RWE genannt.[4]

Noch 1981 war laut eines Artikels im "Spiegel" für 1984 der Baubeginn vorgesehen.[5] 1983 gab jedoch der Hersteller Brown, Boveri & Cie (BBC) den Auftrag für den Bau des AKW aufgrund vorheriger schlechter ökonomischer Erfahrungen mit dem AKW Mülheim-Kärlich (Rheinland-Pfalz) an RWE und die Pfalzwerke zurück.[6]

Auch wegen der Proteste gegen Brokdorf, Kalkar und Grohnde verzichtete RWE auf den Bau des AKW.[7]

(Letzte Änderung: 02.04.2022)

Einzelnachweise

  1. neupotz.de: Leben in Neupotz abgerufen am 2. Februar 2022
  2. Deutscher Bundestag: Deutscher Bundestag 50. Sitzung vom 6. Mai 1970
  3. Landesarchiv Baden-Württemberg: S Umweltschutz Nr. 256 - Archivalieneinheit Sonstige Atomanlagen in Deutschland abgerufen am 2. Februar 2022
  4. IAEO: NEUPOTZ-A und NEUPOTZ-B abgerufen am 12. Februar 2009 (via WayBack)
  5. DER SPIEGEL 8/1981: Wichtigste Entscheidung seit 20 Jahren vom 15. Februar 1981
  6. DER SPIEGEL 15/1983: Viel zu lasch vom 10. April 1983
  7. DER SPIEGEL 9/1986: Eine Mischung aus Allmacht und Filz vom 23. Februar 1986
Advertisement