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Die Lobbyorganisationen > Nuklearia e.V.

Am Verein Nuklearia zeigt sich, dass die Lobbyarbeit für Atomenergie auch Jahre nach dem Ausstiegsbeschluss keineswegs aufgegeben worden ist.

Der Verein Nuklearia e.V., der sich als gemeinnützig und parteiunabhängig bezeichnet, wurde am 30. Oktober 2013 von elf Atomkraftbefürwortern gegründet.[1] Vorsitzender des Vorstands ist der Diplom-Informatiker und Datenschutzbeauftragte Rainer Klute. Zu den Beisitzern gehörte auch die Historikerin Anna Veronika Wendland. [2]

Der Verein propagiert die Nutzung der Atomenergie als wesentlichen Bestandteil der Energieversorgung, da sie Erneuerbare Energien als nicht ausreichend und unzuverlässig ansieht. Sie arbeitet auf eine Revison des Atomausstiegs hin, damit der Bau und Betrieb neuer Reaktoren, insbesondere der Generation IV, möglich wird.[3]

Im Dezember 2011 machte die "Frankfurter Rundschau" auf die Nuklearia aufmerksam, als diese sich als Arbeitsgruppe bei den "Piraten" gegen den Atomausstieg einsetzte.[4] Nachdem die zwanzigköpfige Gruppe 2012 einen Flyer veröffentlichte, in dem sie für die "moderne und sichere Nutzung der Kernenergie" plädierte, wurde sie von der Bundespressestelle der Piraten abgemahnt. Die Partei hatte auf einem Parteitag 2010 mehrheitlich für den Atomausstieg gestimmt.[5] Dem Sprecher von Nuklearia, dem evangelikalen Kreationisten Rainer Klute, wurde untersagt, den Eindruck zu erwecken, er repräsentiere mit seinen Ansichten die Position der Partei.[6]

Nuklearia (Homepage)

(Letzte Änderung: 28.11.2023)

Einzelnachweise

  1. Nuklearia: Gründung abgerufen am 20. November 2023
  2. Nuklearia: Vorstand abgerufen am 16. Juni 2017 (via WayBack)
  3. Nuklearia: Wir über uns abgerufen am 20. November 2023
  4. FR Online: Pro-Atom-Piraten - Kernmüll für alle! vom 6. Dezember 2011 (via WayBack)
  5. Spiegel Online: Abmahnung, Hohn und Spott: Atom-Flyer entzweit die Piraten vom 26. August 2012
  6. heise.de: Piratenpartei mahnt Nuklearia ab vom 25. August 2012
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