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==Atomfabrik im Bundesstaat Rio de Janeiro==
   
 
Die Brennstofffabrik Resende befindet sich in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Rio de Janeiro und wird von den Indústrias Nucleares do Brasil (INB) betrieben. Sie deckt vier Bereiche des Brennstoffkreislaufs ab: Urananreicherung, Konversion von Uranheaflourid zu Urandioxidpulver, Produktion von Urantabletten und Herstellung von Brennelementen.<ref>INB: [Ihttp://www.inb.gov.br/en-us/INB/Where-we-are/Resende INB Resende - Nuclear Fuel Factory] abgerufen am 29. Dezember 2017</ref>
 
Die Brennstofffabrik Resende befindet sich in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Rio de Janeiro und wird von den Indústrias Nucleares do Brasil (INB) betrieben. Sie deckt vier Bereiche des Brennstoffkreislaufs ab: Urananreicherung, Konversion von Uranheaflourid zu Urandioxidpulver, Produktion von Urantabletten und Herstellung von Brennelementen.<ref>INB: [Ihttp://www.inb.gov.br/en-us/INB/Where-we-are/Resende INB Resende - Nuclear Fuel Factory] abgerufen am 29. Dezember 2017</ref>
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Nach brasilianischen Anlagen können die Zentrifugen von Resende Uranerz auf eine Uran-235-Gehalt von 5 % anreichern.<ref name="nuklearforum_2009_01_26"/>
 
Nach brasilianischen Anlagen können die Zentrifugen von Resende Uranerz auf eine Uran-235-Gehalt von 5 % anreichern.<ref name="nuklearforum_2009_01_26"/>
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==IAEO-Kontrolleure und Störfälle==
   
 
Im April 2004 hatte die brasilianische Regierung IAEO-Kontrolleuren zunächst den Zutritt zur Urananreicherungsanlage in Resende mit der Begründung verweigert, Betriebsgeheimnisse schützen zu wollen.<ref>CNN: [http://edition.cnn.com/2004/WORLD/americas/04/04/brazil.nuclear/index.html Sources: Brazil blocks nuclear inspectors] vom 4. April 2004</ref> Später soll ein Kompromiss vereinbart worden sein.<ref>amerika21.de: [https://amerika21.de/analyse/25794/brasilien-atomkraft-ausbau Brasilien baut Atomenergie weiter aus] vom 15. März 2011</ref>
 
Im April 2004 hatte die brasilianische Regierung IAEO-Kontrolleuren zunächst den Zutritt zur Urananreicherungsanlage in Resende mit der Begründung verweigert, Betriebsgeheimnisse schützen zu wollen.<ref>CNN: [http://edition.cnn.com/2004/WORLD/americas/04/04/brazil.nuclear/index.html Sources: Brazil blocks nuclear inspectors] vom 4. April 2004</ref> Später soll ein Kompromiss vereinbart worden sein.<ref>amerika21.de: [https://amerika21.de/analyse/25794/brasilien-atomkraft-ausbau Brasilien baut Atomenergie weiter aus] vom 15. März 2011</ref>
   
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2011 wurde berichtet, dass sich in den drei Jahren zuvor mehrere Zwischenfällen ereignet hätten, die der Betreiber nicht der Öffentlichkeit bekannt gemacht hätte. So sei am 14. Juli 2009 Urandioxid wegen eines Fehlers aus einer Maschine augetreten und auf den Boden gefallen; es sei aber nicht in die Umgebung gelangt.<ref>kooperation-brasilien.org: [https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/politik-wirtschaft/grossprojekte/drei-ungemeldete-stoerfaelle-in-urananreicherungsanlage-resende Drei ungemeldete Störfälle in Urananreicherungsanlage Resende] vom 19. Oktober 2011</ref><br /><br />
   
 
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Version vom 29. Dezember 2017, 21:27 Uhr

Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Brasilien > Resende (Brasilien)

Eröffnung: 1982 • Inbetriebnahme: 2006 • Lieferung von angereichertem Uran: seit 2015


Atomfabrik im Bundesstaat Rio de Janeiro

Die Brennstofffabrik Resende befindet sich in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Rio de Janeiro und wird von den Indústrias Nucleares do Brasil (INB) betrieben. Sie deckt vier Bereiche des Brennstoffkreislaufs ab: Urananreicherung, Konversion von Uranheaflourid zu Urandioxidpulver, Produktion von Urantabletten und Herstellung von Brennelementen.[1]

Die Brennelementefabrik Resende wurde 1982 eröffnet, erweitert und 1996 in Brennstofffabrik (Nuclear Fuel Factory, FCN). Mit der UF6-UO2-Konversion und der Produktion von Urantabletten wurde 1999/2000 begonnen. Die erste Ultrazentrifugenkaskade zur Anreicherungsanlage wurde im Mai 2006 in Betrieb genommen.[2] Nach Erteilung der Betriebsbewilligung für die Urananreicherung in industriellem Maßstab am 5. Januar 2009[3] dauerte es sieben Jahre, bis 2015 zum ersten Mal Uranheaxaflourid zur Brennstoffproduktion an den Reaktor Angra-1 ausgeliefert wurde.[2] Die Produktion soll ausgeweitet werden, um den kompletten inländischen Bedarf zu decken.[4]

Nach brasilianischen Anlagen können die Zentrifugen von Resende Uranerz auf eine Uran-235-Gehalt von 5 % anreichern.[3]

IAEO-Kontrolleure und Störfälle

Im April 2004 hatte die brasilianische Regierung IAEO-Kontrolleuren zunächst den Zutritt zur Urananreicherungsanlage in Resende mit der Begründung verweigert, Betriebsgeheimnisse schützen zu wollen.[5] Später soll ein Kompromiss vereinbart worden sein.[6]

2011 wurde berichtet, dass sich in den drei Jahren zuvor mehrere Zwischenfällen ereignet hätten, die der Betreiber nicht der Öffentlichkeit bekannt gemacht hätte. So sei am 14. Juli 2009 Urandioxid wegen eines Fehlers aus einer Maschine augetreten und auf den Boden gefallen; es sei aber nicht in die Umgebung gelangt.[7]

(Letzte Änderung: 29.12.2017)

Einzelnachweise

  1. INB: [Ihttp://www.inb.gov.br/en-us/INB/Where-we-are/Resende INB Resende - Nuclear Fuel Factory] abgerufen am 29. Dezember 2017
  2. 2,0 2,1 INB: History abgerufen am 29. Dezember 2017
  3. 3,0 3,1 nuklearforum.ch: Brasilien: Beginn der Urananreicherung in industriellem Massstab vom 26. Januar 2009
  4. nuklearforum.ch: Brasilien: einheimischer Brennstoff für Angra-1 vom 12. November 2014
  5. CNN: Sources: Brazil blocks nuclear inspectors vom 4. April 2004
  6. amerika21.de: Brasilien baut Atomenergie weiter aus vom 15. März 2011
  7. kooperation-brasilien.org: Drei ungemeldete Störfälle in Urananreicherungsanlage Resende vom 19. Oktober 2011