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Atomenergie in außereuropäischen Ländern > Brasilien > Resende (Brasilien)

Eröffnung: 1982 • Inbetriebnahme: 2006 • Lieferung von angereichertem Uran: seit 2015


Die Brennstofffabrik Resende befindet sich in der gleichnamigen Stadt im Bundesstaat Rio de Janeiro und wird von den Indústrias Nucleares do Brasil (INB) betrieben. Sie deckt vier Bereiche des Brennstoffkreislaufs ab: Urananreicherung, Konversion von Uranheaflourid zu Urandioxidpulver, Produktion von Urantabletten und Herstellung von Brennelementen.[1]

Die Brennelementefabrik Resende wurde 1982 eröffnet, erweitert und 1996 in Brennstofffabrik (Nuclear Fuel Factory, FCN). Mit der UF6-UO2-Konversion und der Produktion von Urantabletten wurde 1999/2000 begonnen. Die erste Ultrazentrifugenkaskade zur Anreicherungsanlage wurde im Mai 2006 in Betrieb genommen.[2] Nach Erteilung der Betriebsbewilligung für die Urananreicherung in industriellem Maßstab am 5. Januar 2009[3] dauerte es sieben Jahre, bis 2015 zum ersten Mal Uranheaxaflourid zur Brennstoffproduktion an den Reaktor Angra-1 ausgeliefert wurde.[2] Die Produktion soll ausgeweitet werden, um den kompletten inländischen Bedarf zu decken.[4]

Nach brasilianischen Anlagen können die Zentrifugen von Resende Uranerz auf eine Uran-235-Gehalt von 5 % anreichern.[3]

https://www.kooperation-brasilien.org/de/themen/politik-wirtschaft/grossprojekte/drei-ungemeldete-stoerfaelle-in-urananreicherungsanlage-resende

(Letzte Änderung: 29.12.2017)

Einzelnachweise

  1. INB: [Ihttp://www.inb.gov.br/en-us/INB/Where-we-are/Resende INB Resende - Nuclear Fuel Factory] abgerufen am 29. Dezember 2017
  2. 2,0 2,1 INB: History abgerufen am 29. Dezember 2017
  3. 3,0 3,1 nuklearforum.ch: Brasilien: Beginn der Urananreicherung in industriellem Massstab vom 26. Januar 2009
  4. nuklearforum.ch: Brasilien: einheimischer Brennstoff für Angra-1 vom 12. November 2014
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