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Kernfusion und Fusionsanlagen > TEXTOR (Deutschland)

Typ: Tokamak • Betreiber: FZ Jülich • Plasmatemperatur: 10 Mio. Grad •
Baubeginn: 1976 • Inbetriebnahme: 1983 • Abschaltung: Ende Dezember 2013


Inside_the_Tokamak_Textor

Inside the Tokamak Textor

TEXTOR (Tokamak EXperiment for Technology Oriented Research)[1] war eine Anlage zur Erforschung der Kernfusion, die von 1983 bis 2013 am Forschungszentrum Jülich betrieben wurde.[2]

In den dort durchgeführten Experimenten wurden der Teilchen- und Energieaustausch zwischen Fusionsplasma und Brennkammerwand untersucht und Maßnahmen zur Verbesserung der Wand und des Plasmarandes entwickelt.[2]

TEXTOR wurde von 1976 bis 1983 errichtet und ab 1983 für Experimente genutzt.[3] Dabei wurde u.a. eine Beschichtung der Brennkammerwand mit Bor erprobt. Es wurde eine Methode entwickelt, mit der sich die Temperatur des 10 Mio. K heißen Plasmas an der Wand kühlen lässt, und Wandelemente aus Wolfram getestet. Im Dezember 2013 wurden die Tests nach einer letzten Plasmaentladung beendet, weil die Anlage zu klein für Plasmatemperaturen und –dichten heutiger Anlagen war und sich nicht für die Erforschung des Dauerbetriebs eignete. TEXTOR enthielt über 600 Metalle.[1]

Der Rückbau der Anlage, der von der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH (JEN) durchgeführt wurde, begann 2016 und wurde am 2. März 2018 beendet.[4]

(Letzte Änderung: 09.04.2023)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 nuklearforum.ch: Betriebsende beim Fusionsexperiment Textor vom 24. Februar 2014
  2. 2,0 2,1 FZ Jülich: TEXTOR abgerufen am 14. Januar 2021 (via WayBack)
  3. FZ Jülich: Progress in Fusion Research - 30 Years of TEXTOR vom 28. März 2014 (via WayBack)
  4. JEN: TEXTOR - Rückbau abgeschlossen - abgerufen am 9. April 2013
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