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Atomenergie in Europa > Frankreich > UP 1/Marcoule (Frankreich)

Wiederaufarbeitungsanlage • Baubeginn: Juli 1955 • Inbetriebnahme: Januar 1958 •
Ende Plutoniumproduktion: 1992 • Beginn Rückbau: 1998[1][2]


Produktion von Plutonium und Tritium für Atomwaffen

CEA Marcoule Site

Atomzentrum Marcoule (Frankreich)

UP1 war eine Wiederaufarbeitungsanlage, die im französischen Atomzentrum Marcoule betrieben wurde, welches sich im südfranzösischen Départment Gard am westlichen Ufer der Rhône, nördlich von Avignon und westlich von Orange befindet.[3]

Mit dem Bau von UP 1 (Usine Plutonium, zu deutsch: Plutoniumfabrik)[4] war im Juli 1955 begonnen worden; im Januar 1958 wurde die Anlage in Betrieb genommen. Sie separierte über den PUREX-Extraktionsprozess bis August 1984 aus rund 10.000 Tonnen bestrahlten Brennstoff aus den gasgekühlten Reaktoren G-1, G-2 und G-3 in Marcoule über 2,5 Tonnen Plutonium für militärische Zwecke.[2] Auch das im AKW Celestin/Marcoule (Frankreich) erbrütete Tritium wurde in UP 1 in Marcoule extrahiert.[5]

1992 endete die Plutoniumproduktion in UP 1, 1998 wurde mit dem Rückbau begonnen.[2] 1967 wurde die UP 2 in → La Hague (Frankreich) eröffnet.

(Letzte Änderung: 12.12.2021)

Einzelnachweise

  1. AREVA: History The plant of Marcoule abgerufen am 12. Dezember 2021 (via WayBack)
  2. 2,0 2,1 2,2 nuclearweaponarchive.com: France's Nuclear Weapons - French Nuclear Facilities vom 1. Mai 2001
  3. WNA Reactor Database: G 2 (Marcoule), France abgerufen am 12. Dezember 2021
  4. Greenpeace: Wiederaufarbeitung in La Hague vom Mai 2000
  5. books.google.de: Die Politik der latenten Proliferation - Militärische Nutzung “friedlicher" Kerntechnik in Westeuropa (S.221f) von 1992
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